EthikJournal

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    • Carmen Kaminsky (Köln)

      3. Jg. (2015) Ausgabe 2
      Soziale Arbeit in Kontexten von Zwang

      Soziale Arbeit zwischen Mission und Nötigung: ethische Probleme sozialberuflichen Handelns in Zwangskontexten

      Zwangskontexte sozialberuflichen Handelns stellen kritisch in Frage, welches Verhältnis die Profession Soziale Arbeit einerseits zu ihrer Klientel und andererseits zu staatlichen Institutionen einnimmt. Darf und muss sich die Profession Soziale Arbeit an staatlich legitimierten Zwangsmaßnahmen beteiligen, wenn sie ihre höchsten Werte nicht gefährden will? Darf sie unter Umständen sogar selbst Zwangsmittel ergreifen? – Mit einer professionsethischen Argumentation begründet die Autorin, dass die Soziale Arbeit prima facie zur Ablehnung von Zwangsmaßnahmen verpflichtet ist. Darüber hinaus legt die Soziale Arbeit Wert darauf, dass sich ihre Klientel freiwillig auf ein Arbeitsbündnis einlässt. Die weiterführende Auseinandersetzung mit Bedingungen unter denen sozialberufliche Hilfen angenommen oder abgelehnt werden, wirft allerdings kritische Fragen auf: unterstellt die Soziale Arbeit ihrer Klientel möglicherweise zu Unrecht motivationale Bedrängnisse und verlangt sie ggf. ein zu hohes Maß an Freiwilligkeit? In eng umgrenzten Fällen – so die Argumentation – könnte die Ausübung von Zwang ethisch gerechtfertigt sein und die Profession entsprechend von der prima facie-Regel abweichen dürfen.

      Professionsethik Ethik Sozialer Arbeit Zwang Zwangskontext Freiwilligkeit

    • Stefan Bestmann (Berlin)

      3. Jg. (2015) Ausgabe 1
      Die Finanzierung sozialer Dienstleistungen

      Alles hat seinen Preis. Kritische Betrachtungen zur Finanzierung sozialer Dienstleistungen

      In der Sozialen Arbeit sind durchaus zentrale professionsethische Leitmaximen beschrieben bspw. die Hilfe zur Selbsthilfe, die Kategorie der Selbstbestimmung oder das Wechselwirkungsverhältnis von individuellem Verhalten und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Die zentrale These des Beitrags vermutet, dass es neben der Notwendigkeit einer sehr voraussetzungs- und anspruchsvoll aufgestellten habituellen sowie verfahrenstechnischen Handlungsfähigkeit für eine emanzipatorische, sozial-raumbezogene und inklusive Soziale Arbeit zugleich einer Steuerungslogik im Professionskontext bedarf, die solche Professionsleitlinien überhaupt zulässt. Die dabei ausschlaggebende Regulierungsgröße zeigt sich in der Finan-zierungsstruktur Sozialer Arbeit, die zumeist die postulierten professions-ethischen Formulierungen untergräbt und ad absurdum führt.

      Sozialraumorientierung Wechselwirkungsgefüge zwischen Feld und Fall Empowerment Selbstbestimmung emanzipatorische Soziale Arbeit Lösungsfokussierung Professionsethik

    • Elisabeth Conradi (Stuttgart)

      1. Jg. (2013) Ausgabe 1
      Legitimation(en) sozialprofessionellen Handelns

      Ethik im Kontext sozialer Arbeit

      Der Artikel bestimmt das Aufgabengebiet der Ethik im sozialprofessionellen Kontext, indem er individualethische mit sozialethischen Fragen verbindet und die Grenzziehung zwischen beruflichem und außerberuflichem Handeln erwägt. Es wird erörtert, ob eine Ethik im Kontext sozialer Arbeit von der professionell tätigen Person oder der sozialen Einrichtung her gedacht werden sollte und inwiefern die ethischen Erwägungen auch für ehrenamtlich Engagierte von Belang sind. Weiter werden zwölf Elemente der Ethik der Achtsamkeit entfaltet und Care als ihr Schlüsselbegriff eingeführt. Es geht um Verantwortungsübernahme, Präsenz und Ermutigung, aber auch um Gabe-Handeln und Wertschätzung. Abschließend wird der Vorwurf des Maternalismus entkräftet.

      Ethik Ethik der Achtsamkeit Professionsethik ehrenamtliches Engagement Maternalismus Autonomie Institution Sozialethik