EthikJournal

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    • Andreas Lob-Hüdepohl (Berlin)

      4. Jg. (2017) Ausgabe 1
      Strukturen ethischer Beratung in sozialprofessionellen Tätigkeitsfeldern

      Erkunden – Rechtfertigen – Gestalten –Organisieren. Das Berliner Modell sozialprofessioneller Ethikberatung B:ERGO

      In diesem Beitrag[1] wird das Berliner Modell sozialprofessioneller Ethikberatung (B:ERGO) vorgestellt. Ausgangspunkt der Skizze bilden Vorbemerkungen zum moraltheoretischen Rahmen und zu Grundprämissen sozialprofessioneller Ethikberatung, die anhand der Fallvignette Sebastian S. und seines Forschungsprojektes im Rahmen der offenen Straffälligenhilfe erläutert werden. Auf diese Fallvignette wird dann immer wieder Bezug genommen, wenn die wichtigsten (Phasen-) Elemente des B:ERGO vorgestellt werden: Erkunden: Verstehen und begreifen, was der Anstoß ist; Rechtfertigen: Begründen, was das moralisch legitime Ziel ist; Gestalten: Planen, was die rechte Handlung ist; sowie abschließend Organisieren: Strukturieren, was die institutionelle Voraussetzung ist. Dieses Modell wurde im Rahmen langjähriger Hochschullehre wie Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich der Sozialen Arbeit entwickelt und erprobt. Gleichwohl bildet es lediglich einen offenen Rahmen, innerhalb dessen konkrete Modelle institutionen- und handlungsfeldspezifisch je neu etabliert werden müssen.

      Ethikberatung ethische Referenztheorien Ethikkomitee Fallbesprechungen moralisches Dilemma diskursive Begründung dialogisches Verstehen beratungsfolgenrelevante Verbindlichkeiten Ethikorganisation