EthikJournal

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    • Sabine Schäper (Münster)

      2. Jg. (2014) Ausgabe 1
      Zur ethischen Kritik professioneller Deutungs- und Wahrnehmungsmuster sozialer Probleme

      Zur Gouvernementalisierung professionellen Handelns im Spannungsfeld von Zuschreibungen und Eigensinn

      Soziale und pädagogische Berufe stehen vor der Herausforderung, sich sowohl verstehend auf (potentielle) Nutzer_innen einzulassen, als auch die Hoheit über deren Geschichte – einschließlich der Entscheidung für oder gegen Unterstützungsangebote – ihnen selbst zu überlassen. Von Sozialprofessionellen selbst angemaßte – durch die Nutzer_innen nicht aktiv eingeforderte – Mandate stellen ebenso wie bestimmte fachliche Diskurse Formen der Bemächtigung dar, die sowohl der Legitimierung der Profession als auch dem Fortbestand sozialer Dienstleistungen und sozialpolitischen Problembearbei-tungsstrategien dienen. Solche und andere Formen der Bemächtigung lassen sich mithilfe der Machtanalytik Foucaults dechiffrieren. Dabei werden exemplarisch Menschen mit Behinderungserfahrungen als Adressat_innen sozialer Dienstleistungen in den Blick genommen.

      Macht Gouvernementalität Diagnostik Adressierungsprozesse Inklusion Eigensinn