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11. Jg. (2025) Ausgabe 1
Demokratie als offene LebensformWas bedeutet Solidarität? Jahrestagung des Deutschen Ethikrates zum Thema „Gelingende Solidarität“ – Einleitungsreferat (vom 18.06.2025)
Der Beitrag analysiert den komplexen Begriff der Solidarität im Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlicher Verantwortung. Ausgangspunkt ist die Betrachtung historischer, kultureller und emotionaler Dimensionen sozialer Gerechtigkeit, anhand derer die Transformation von Solidaritätserfahrungen nachgezeichnet wird. Besonderes Augenmerk gilt der Funktion des Sozialstaats als institutionalisierte Form wechselseitiger Unterstützung, sowie den Spannungslinien zwischen freiwilliger und verpflichtender Solidarität. Abschließend problematisiert der Text ein zunehmendes Freiheitsverständnis, das individueller Selbstverwirklichung Vorrang vor kollektiver Verantwortung einräumt. Der Beitrag plädiert für ein erneuertes Verständnis von Freiheit und Solidarität als wechselseitig bedingte Grundlagen demokratischer Gemeinschaft.
Solidarität Sozialstaat Pflicht Bereitschaft Gemeinschaft Verantwortung
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6. Jg. (2020) Ausgabe 1
Die Politik des Engagements – kritische ReflexionenFreiwilliges bürgerschaftliches Engagement und religiöse Wohlfahrtspflege
Im vorliegenden Beitrag werden zunächst drei Dimensionen religiös-kirchlicher Wohlfahrtspraxis unterschieden: Bürgerschaftliches Engagement von religiös motivierten Menschen im Umfeld von Caritas und Kirche ist demnach gesellschaftliches, diakonisches und politisches Handeln. Von diesem Ausgangspunkt aus wird die Rolle religiöser Akteure in der Zivilgesellschaft erörtert und es wird das besondere sozialkatholische Gerechtigkeitsverständnis im Sinne einer subsidiären Gemeinwohlgerechtigkeit skizziert. Für die daraus resultierende subsidiäre Architektur des Sozialstaatsmodells erscheint die Verlagerung der Verantwortung für soziale Herausforderungen von der Politik auf freiwilliges bürgerschaftliches Engagement problematisch. Insbesondere mahnt die katholische Sozialtradition eine besondere Rücksicht auf benachteiligte Personen und Gruppen an. Die Etablierung dauerhafter Armut und eine Stabilisierung der Marginalisierung eines Teils der Gesellschaft stellt aus dieser Perspektive ein schwerwiegendes Gerechtigkeitsproblem dar, das auch die Rolle freiwilligen bürgerschaftlichen Engagements noch einmal neu in Frage stellt.
Sozialstaat Christliche Sozialethik
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3. Jg. (2015) Ausgabe 1
Die Finanzierung sozialer DienstleistungenDie sozialpolitischen Aufgaben der liberalen Gesellschaft – Begründungsdiskurse
Der Sozialstaat ist in seiner Ausrichtung wie in seinem Umfang umstritten. Insbesondere aus liberalen Kreisen werden Anfragen gestellt. Der folgende Beitrag untersucht, wie aus liberaler Sicht der Sozialstaat gerechtfertigt werden kann. Dazu werden ausgehend von John Rawls‘ Theorie der Gerechtigkeit drei Begründungszugänge entfaltet.
Sozialstaat Liberalismus Gerechtigkeit Chancengleichheit Rawls
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1. Jg. (2013) Ausgabe 1
Legitimation(en) sozialprofessionellen HandelnsGerechtigkeit und Soziale Arbeit - Sozialethische und sozialpolitische Perspektiven
Der Beitrag bietet eine sozialpolitische Verortung der Sozialen Arbeit im Gerechtigkeitsdiskurs und vor allem im Diskurs um die Weiterentwicklung des Sozialstaats. Zunächst wird die ambivalente Beziehung von Sozialpolitik und Sozialer Arbeit untersucht und eine Triangulation der Sozialen Arbeit aus sozialpolitischer und soziologischer Sicht vorgeschlagen. Im zweiten Schritt wird dies für die sozialpolitische Perspektive durchgeführt, um schließlich einige Anforderungen an die Professionalität Sozialer Arbeit in einer Bürgergesellschaft skizzieren zu können. Von zentraler Bedeutung ist dabei der Vorschlag, die in der bisherigen Diskussion zum Verhältnis von Sozialpolitik und Sozialer Arbeit vorherrschende Dichotomisierung von Markt und Staat bzw. die Trias von Markt, Staat und Gemeinschaft, die sich bekanntlich auch in der Wohlfahrtsregimetypologie Gøsta Esping-Andersens (liberal/ sozialdemokratisch/konservativ) niederschlägt, um einen vierten Regimetyp, den „Garantismus“, zu erweitern – wobei die Frage lautet, ob ein solcher Regimetyp nicht nur eine sozialpolitische Perspektive weist, sondern ob er einer Sozialen Arbeit der Zukunft nützt.
Ethik Sozialer Arbeit Sozialpolitik Sozialstaat Garantismus
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