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12 Jg. (2026) Ausgabe 1
Planetary HealthNaturtheoretische und ethische Implikationen von Planetary Health
Die im Planetary-Health-Konzept zum Ausdruck gebrachte menschliche Verantwortung für eine gedeihliche Entwicklung des gesamten Planeten ist theoretisch wie ethisch sehr voraussetzungsvoll und bislang noch kaum ausformuliert. Der vorliegende Beitrag will diese Lücke angehen. Es geht in diesem Beitrag aber nicht darum, dem Planetary-Health-Konzept weiter nachzuspüren, sondern um die Darstellung und Diskussion eines Natur- und Ethikverständnisses, das dieser Verantwortung gerecht werden könnte. Dafür wird auf das von Lovelock und Margulis entwickelte und von Latour politisierte Gaia-Modell der Natur zurückgegriffen, um daran anschließend die ethischen Implikationen des Modells herauszustellen und ihnen entlang des Vorschlags einer pluralistisch-holistischen Naturethik nach Martin Gorkes nachzugehen.
Planetay Health Holismus Gaia Natur Ethik Transformation
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11. Jg. (2025) Ausgabe 2
Inklusion: Herausforderungen und PerspektivenOrganisationale Spannungsfelder und ethische Aspekte inklusiver Organisationsentwicklung
Der Aufsatz analysiert Spannungsfelder und ethische Aspekte organisationaler Inklusionsprozesse und grenzt dabei den Fokus auf Organisationen und deren Wirkung auf Teilhabechancen ein. Inklusion wird als menschenrechtsbasierter Prozess verstanden, der auf die gleichberechtigte Partizipation aller abzielt und dabei strukturelle Barrieren sowie Exklusionsrisiken kritisch reflektiert. Neben der Individualebene werden kollektive, organisationale Lern- und Entwicklungsprozesse thematisiert. Besondere Bedeutung erhalten Führungsethik, partizipative Organisationskultur und die Überwindung sozialer Ungleichheiten.
Inklusion Organisation Ethik Partizipation Exklusion Organisationsentwicklung
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10. Jg. (2024) Ausgabe 2
Inklusion zwischen Anspruch und WirklichkeitAnspruch und Begehren: Ethische Reflexionen zu (un)gewollten Inklusionen
Der Beitrag erörtert, inwiefern von einer ‚Ethik der Inklusion‘ gesprochen werden kann oder sollte. Dazu werden zunächst die Begriffspaare ‚Anspruch und Wirklichkeit‘ und ‚Anspruch und Begehren‘ betrachtet. Letzteres geschieht in der Spur der Lacanschen Psychoanalyse sowie der Arbeiten Spivaks, mit denen nach den Subjekten der Inklusion gefragt wird. Herausgearbeitet wird der Unterschied zwischen einem politischen Sprechen über Differenz bzw. Anderssein und dem Anderen als ethische Figur. Nach Darlegung des Trilemmas zum ontologischen Status von Andersheit in Inklusionsverständnissen wird im Fazit rekapituliert, wie sich das politische und das ethische Sprechen über Inklusion unterscheiden.
Inklusion Ethik Andersheit Subalterne Begehren Psychoanalyse
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9. Jg. (2023) Ausgabe 1
Moralische Belastungssituationen – Herausforderung für sozialprofessionelle EthikMoralisches Belastungserleben von Pflegefachpersonen im Lichte des ICN-Ethikkodex
Ethisch herausforderungsvolle Situationen führen bei Pflegefachpersonen wiederkehrend zu Verletzungen der moralischen Integrität und infolgedessen häufig auch zu moralischem Belastungserleben. Moralisches Belastungserleben als Phänomen wird näher definiert und in einen Zusammenhang mit dem ICN-Ethikkodex für Pflegefachpersonen (2021) gebracht. Skizziert werden die moralischen Herausforderungen, die durch im Kodex beschriebene Forderungen entstehen, sowie Potenziale, die der Kodex hinsichtlich des Umgangs mit dem moralischen Belastungserleben für Pflegefachpersonen bietet. Hierdurch ist es möglich, die professionsethischen Ansprüche und normativen Rahmungen einerseits sowie die ethischen Herausforderungen und moralischen Anforderungen andererseits aus einer professionsbezogenen und professionsethischen Perspektive darzulegen.
Moralisches Belastungserleben Moral Distress Ethik ICN-Ethikkodex Organisationsethik Pflege
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7. Jg. (2021) Ausgabe 1
Sozialökologische Transformation - Diskursfelder und Themen für die und in der Sozialen ArbeitStädte in sozialökologischer Verantwortung
Immer noch werden soziale Fragen und ökologische Fragen meist getrennt voneinander behandelt. Dieser Beitrag plädiert für die Verschränkung von sozialer und ökologischer, sowie von lokaler und globaler Verantwortung. Das Konzept der Nachhaltigkeit steht exemplarisch für diese doppelte Verschränkung. Konkretisiert wird es am Beispiel der Stadt: Ökologische Transformation und die Stärkung der sozialen Integration stellen sich hier als besondere Her-ausforderungen dar. Deren gemeinsame Bewältigung verbessert die Lebensbedingungen in der Stadt in verschiedener Hinsicht. Dabei können sich Städte als besondere, eigenständige und innovative, Akteure erweisen, die etwa durch die Vernetzung mit anderen Städten auch überregional politische Transformationsprozessen einleiten und sogar in der Verbundenheit mit Städten weltweit transnationale Solidaritätspotentiale freisetzen können.
Ethik Stadt Nachhaltigkeit Klimawandel Verantwortung Solidarität
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5. Jg. (2019) Ausgabe 1
Pflege und DigitalisierungZwischen Fürsorge und Kontrolle - Ethische Überlegungen zu Techniken für ein gutes Alter
Techniken für ältere Menschen sind nicht neutral. In sie sind Werte eingeschrieben, sie verändern den Kontext, in dem sie eingesetzt werden, und sie verändern die Perspektive auf die Welt. Wenn Altern nicht nur eine persönliche, eine gesellschaftliche und eine ökonomische Frage, sondern auch eine ethische Frage ist, müssen Techniken auch ein gutes Leben im Alter stützen. Der Text zeichnet nach, warum und wie Techniken zur Gestaltung von Fürsorgebeziehungen und zur Bewahrung und Entwicklung von Fähigkeiten taugen sollten. Schließlich werden Reflexionsfragen formuliert, die im schwierigen Kontext von Alter, Fürsorge, Pflege und Selbstbestimmtheit helfen können zu klugen Entscheidungen zu kommen.
Abstract
Technologies are never neutral artefacts. Values are inscribed into technologies, they transform the contexts in which they are used and they change the perspective on the world. Aging is not only a personal, social and economic question, but also an ethical question. Technologies for elderly people thus must help them and the people connected to them to lead a good life. Technologies need to be good for shaping care relations and for preserving and developing capabilities. In a coda, the text presents questions that could help to make wise decisions concerning the use of technologies for elderly people.
Alter Technik Ethik Pflege gutes Leben Klugheit
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5. Jg. (2019) Ausgabe 1
Pflege und DigitalisierungRoboter in der Pflege - Von Menschen, Maschinen und anderen hilfreichen Wesen
Digitalisierung und Roboterisierung sind Entwicklungen, die das Gesundheitswesen insgesamt, in besonderer Weise aber die Pflege herausfordern. Pflege ist in fundamentaler Weise Beziehungsarbeit und so gewinnt die Frage nach der Gestaltung der Beziehung zu den Robotern eine besondere Bedeutung. Roboter sind keine einfachen Werkzeuge mehr oder Maschinen, die wir nach unseren eigenen Anforderungen einsetzen. Roboter, wie sie für die Pflege aktuell entwickelt werden, sind komplexe technische Gegenüber, die in die soziale Interaktion mit dem Menschen eintreten, wobei noch nicht klar ist, welchen sozialen und folglich welchen normativen Status wir diesen Erscheinungsformen zuerkennen sollen. Der Artikel bietet einige Orientierungsmarken für diese Diskussion aus einer ethischen und anthropologischen Perspektive.
Alter Technik Roboter Pflege Digitalisierung Ethik
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4. Jg. (2017) Ausgabe 2
Suizidales Begehren im Altern und in KrankheitZur Rolle der Ethik in der Sozialen Arbeit
Ethik hat sich zu einem wichtigen Teil der Sozialen Arbeit entwickelt. Dem Selbstverständnis der Profession entsprechend ist ethische Reflexion für die Theorie der Sozialen Arbeit unerlässlich, um den Gegenstand der Sozialen Arbeit feststellen zu können und für die Praxis, um Entscheidungen in ihrem tiefen Wesen verstehen und begründen zu können. Die Reflexion über die leitenden Werte und Normen der Profession macht eine Kooperation zwischen professioneller Ethik und professioneller Sozialer Arbeit erforderlich.
Soziale Arbeit Ethik Theorie Praxis Begründung
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1. Jg. (2013) Ausgabe 1
Legitimation(en) sozialprofessionellen HandelnsEthik im Kontext sozialer Arbeit
Der Artikel bestimmt das Aufgabengebiet der Ethik im sozialprofessionellen Kontext, indem er individualethische mit sozialethischen Fragen verbindet und die Grenzziehung zwischen beruflichem und außerberuflichem Handeln erwägt. Es wird erörtert, ob eine Ethik im Kontext sozialer Arbeit von der professionell tätigen Person oder der sozialen Einrichtung her gedacht werden sollte und inwiefern die ethischen Erwägungen auch für ehrenamtlich Engagierte von Belang sind. Weiter werden zwölf Elemente der Ethik der Achtsamkeit entfaltet und Care als ihr Schlüsselbegriff eingeführt. Es geht um Verantwortungsübernahme, Präsenz und Ermutigung, aber auch um Gabe-Handeln und Wertschätzung. Abschließend wird der Vorwurf des Maternalismus entkräftet.
Ethik Ethik der Achtsamkeit Professionsethik ehrenamtliches Engagement Maternalismus Autonomie Institution Sozialethik
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